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PROJEKTE LEADER 2007-13
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| Träger: | Landkreis Oberallgäu | | | Gesamtkosten: | 101.250 € | | | beantragte Förderung: | 42.550 € | | | Eigenanteil: | Landkreis Oberallgäu | | | Projektgebiet: | Landkreis Oberallgäu | | | Abwicklung: | Landratsamt Oberallgäu (Nicole Dietrich), Alexander und Daniel Freuding | | | Laufzeit: | 08/2011 - | | | Förderinstrument: | LEADER in ELER | | |
nicht irgendein Fotoarchiv
Visuelles Gedächtnis Allgäu
Teil 1 Glasplatten
Mit der dauerhaften Sicherung und Archivierung der überregional bedeutsamen Fotosammlung Heimhuber soll die Grundlage für ein regionales, historisches Bildarchiv geschaffen werden, womit das fotografische Kulturerbe des Allgäus erschlossen und erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.
Ausgangssituation und Handlungsbedarf Vor einigen Jahren stieß ein Team des Bayerischen Fernsehens bei Dreharbeiten über Landschaftsfotografie in Sonthofen auf einen „Schatz“: Im Keller des alteingesessenen Fotohauses Heimhuber fand sich, salpeterverkrustet und spinnwebenverhangen, das wohl bedeutendste fotohistorische Regionalarchiv Deutschlands: Keine Region in Europa ist je so ausgiebig und professionell über ein Jahrhundert hinweg im Bild dokumentiert worden, wie das Oberallgäu und seine Umgebung durch die Fotografen Heimhuber.
Allein für den Zeitraum von 1876 bis in die 1950er Jahre wird die Anzahl der Negative auf etwa 300.000 Stück geschätzt. Dazu kommt aus den Folgejahren 1950 bis 1980 etwa noch dieselbe Menge an „modernerem“ Material. (Zum Vergleich: Die regional inzwischen bekannte Hinterlassenschaft der Fotografin Lala Aufsberg hat einen Umfang von ca. 13.000 Negativen.)
Die derzeitige Lagerung der Sammlung ist allerdings nicht optimal (Pilzbefall, Chemische Reaktionen durch alte Emulsionen, Erschütterungen im Lagerraum durch Baumaßnahmen). Im Zuge einer schrittweisen Bergung und Sicherung kann die fortschreitende Zerstörung gestoppt werden. Projektziele/konkrete Maßnahmen Ausgehend von der Bergung, Archivierung und Digitalisierung der Fotosammlung Heimhuber soll mit dem Projekt die Grundlage für ein regionales, historisches Bildarchiv geschaffen werden. Bevor die Fotosammlung jedoch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, bedarf es umfangreicher konservatorischer und restauratorischer Maßnahmen sowie einer modernen archivarischen Erschließung.
Die Projektziele sind
- Erhaltung und Erschließung des fotografischen Kulturerbes des Allgäus
- Beitrag zur Erweiterung des kollektiven Gedächtnisses der Region, ihrer Vergangenheit und Entwicklung
- Zugänglichmachen dieser und später auch weiterer historischer Bild-Dokumente der Region für die Öffentlichkeit
- Sensibilisierung für den kulturellen, historischen, politischen, wissenschaftlichen und materiellen Wert des visuellen regionalen Kulturgutes
- Anerkennung der generationenübergreifenden Arbeit als Bestandteil der historischen Überlieferung
Die konkreten Maßnahmen des Projektes gliedern sich in mehrere Schritte: 1. Bergung & Sicherung der Auftragsbücher und Bildträger zur Abwehr drohender Lagerungsschäden, insbesondere Bruchgefahr und chemische Zersetzung
2. Digitalisierung & Archivierung der Originale Analyse des Altarchivs über die Auftragsbücher, Aufbau einer Datenbank-Grundlage, Manuelle Sichtung, Sortierung und Reinigung des Kernbestandes (ca. 20.000 Glasplatten, die genaue Anzahl ergibt sich erst im Zuge der Umlagerung / Sichtung)
3. Vorbereitende Maßnahmen für Produkte und Verwendungen, die sich aus der Qualität, Stringenz und Quantität der Bilder im Zuge der Archivierung / Digitalisierung ergeben. Dies können u.a. sein:
- Aufbau eines Online-Bildarchives / Homepage
- Reproduktionen einzelner oder mehrerer Bilder in unterschiedlichen Formaten sowie historischer Postkarten
- Wissenschaftliche Arbeiten
- Chroniken und Bildbände
- Homepage mit Such-, Betrachtungs- und Bestell-Funktionen
- Werkschauen, Wander- oder Dauerausstellungen, Allgäuer Foto-Museum / Fachinstitution
Bezug zum Regionalen Entwicklungskonzept (REK) und LEADER-Konformität Das Projekt „Visuelles Gedächtnis Allgäu“ lässt sich in das Handlungsfeld D (Inwertsetzung von Natur und Kultur) im Regionalen Entwicklungskonzept 2007-13 der LAG Regionalentwicklung Oberallgäu einordnen. Durch die Aufbereitung und Bereitstellung historischen Bildmaterials wird eine Sensibilisierung für die eigene Heimat, die ursprüngliche Natur und Kultur sowie das soziale Leben in der Region erreicht und damit die regionale Identität gestärkt.
Status bewilligt, Umsetzung läuft
Bildnachweis Banner/Foto rechts: Fotoarchiv Heimhuber
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