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Regionalentwicklung
Oberallgäu

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87452 Altusried
Tel.: 08373 / 299 14
Fax: 08373 / 299 11
@: info@regionalentwicklung-oa.de



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Förderhinweis

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Träger: Westallgäu Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft mbH (WBF) 
Gesamtkosten:   265.410 Euro
Beantragte Förderung: 143.400 Euro 
Eigenanteil: Landkreise Lindau, Oberallgäu, Unterallgäu, Ostallgäu, kreisfreie Städte Memmingen, Kempten, Kaufbeuren
Projektgebiet:   Gesamtes Allgäu mit den Städten Kaufbeuren, Memmingen und Kempten
Abwicklung: LAG Westallgäu Bayerischer Bodensee, Gwendolin Dettweiler
Partner: Landkreise, Förderverein für die Obstbauschule Schlachters
Laufzeit: 08/2009 -  
Förderinstrument:   LEADER in ELER

Verborgene Schätze der Biodiversität wieder entdecken

Streuobstkartierung und Sortenvermehrungsgarten


Dies ist ein Kooperationsprojekt der vier Allgäuer LAGs.

Ausgangssituation und Handlungsbedarf

Die besonderen Eigenschaften und damit der besondere Nutzen alter Obstsorten sind sehr vielfältig: eine spezielle Eignung für Saft, Most, Brennen oder Dörren, eine besondere Anbaueignung z.B. für raue Regionen, eine ausgeprägte Vitalität und Langlebigkeit, eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Gesundheit, eine hohe Ertragssicherheit, eine auffällige Fruchteigenschaft oder einfach eine außergewöhnliche Tradition in der Region (Kulturgut).

Der Nutzen der einstigen Sortenvielfalt ist heute wissenschaftlich allgemein anerkannt und belegt: für den praktischen Anbau, für züchterische Zwecke, als Genpool für potenzielle spätere Forschungen und Entwicklungen, aber auch als Bestandteil regionaler Identität. Die meisten Sorten sind allerdings nur noch als wenige oder einzige überalterte Baumrelikte anzutreffen und daher in ihrem Fortbestand akut bedroht.

In der Region sind viele Sorten nicht oder nur schwer erhältlich, teilweise sogar unbekannt. Über die Region hinaus sind in den letzten Jahren viele Sortensammlungen gerodet und aufgegeben worden. Die Obstbauschule Schlachters im Lkr. Lindau hat sich über die letzten Jahre ein großes Fachwissen in Bezug auf den verantwortungsvollen Umgang mit seltenen, bedrohten Obstsorten sowie die exakte Sortenbestimmung erarbeitet. Der bereits vorhandene Sortenerhaltungsgarten trägt schon jetzt zur Sicherung der genetischen Vielfalt und des kulturellen Erbes in der Region bei. Die Sortenzahl kann noch deutlich erhöht werden.

Im Kreis Lindau hat zwischen 2004 und 2008 eine Streuobstkartierung im Rahmen eines Interreg IIIA Forschungsprojektes stattgefunden. Die Erfahrungen und Ergebnisse fließen in das neue Projekt ein.
Im Rahmen des Projektes WiWaLaMoor, das in Wildpoldsried mit LEADER+-Förderung umgesetzt wurde, fand die Neuanlage einer Streuobstwiese statt, um deren Anbaumöglichkeiten in der Region zu untersuchen.

Projektziele/konkrete Maßnahmen 

Kernmaßnahme 1: Systematische Erfassung und damit Nachweis bedeutender Sorten und einer regionalen Vielfalt in den vier Allgäu-Landkreisen und den drei kreisfreien Städten innerhalb der nächsten vier Jahre.

Kernmaßnahme 2: Erhalt und Nutzbarmachung der Streuobstsorten durch die Obstbauschule Schlachters durch Ausbau und Pflege des Sortenerhaltungsgartens, Bereitstellung von an regionale Bedingungen angepasstem Vermehrungsmaterial (Reiser), begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowie Bündelung der Kompetenzen zum Vorteil für alle Allgäuregionen. Durch diese Arbeit sollen auch Impulse in andere Regionen ausgehen.


Bezug zum Regionalen Entwicklungskonzept (REK) und LEADER-Konformität

Kooperation und Vernetzung von Akteuren: Anbieter und Nutzer (Baumschulen) von Reisern werden zusammengebracht und können voneinander profitieren.

Wertschöpfungsketten schließen: Reiserproduktion findet in der Region statt, an regionale Standortbedingungen angepasste Obstsorten können von hiesigen Baumschulen speziell in der Region eingesetzt werden. Sie erlangen damit einen Marktvorteil gegenüber Anbietern von ‚Standardsorten’. Einsatzorte sind neben den Streuobstwiesen auch Alleen (typischerweise Birnbäume).

Landwirtschaft: Der Anbau und die Nutzung von heimischem Streuobst kann erhalten und gefördert werden, die Neupflanzung von speziellen Sorten wird ermöglicht und damit weiterhin die Produktion verschiedenster regionaler Spezialitäten.

Natur- und Umwelt: Streuobstwiesen weisen eine hohe Artenvielfalt auf, durch bisher fehlende alte oder unwirtschaftliche Sorten wurden viele dieser Wiesen aufgegeben. Sie stellen außerdem ein typisches Merkmal unserer Kulturlandschaft dar. Deren Erhalt kann durch das Projekt verbessert und gefördert werden. Die Vielfalt der Sorten selbst stellt außerdem einen positiven Beitrag zur Biodiversität und dem stetig schrumpfenden Genpool dar. Der Erhalt einer möglichst großen Zahl an Sorten ist daher erstrebenswert.

Status
bewilligt, Umsetzung läuft


Zwischenbericht 2009 zum Herunterladen (1.6 MB)


[29.10.2011, dradio] Engelwurz und Hexensalbe
[28.09.09, AZ] Jede Menge Obst (31 KB)
[27.08.09, AZ/AAB] Alte Obstsorten sollen junge Bäume robuster machen (62 KB)


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Melden Sie Ihren alten Obstbaum und erhalten Sie damit einen Teil unserer Kulturlandschaft.

Kontakt: Hans-Thomas Bosch, Tel. 07551 309482, Mobil 0175 1433366 oder E-Mail bellefleur.bosch@t-online.de


Weiterführende Links


Projektträger WBF


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